Anoushka Shankar reißt das Publikum in der Stadthalle zu Begeisterungsstürmen hin – und das zu Recht. Die Tochter des Sitar-Großmeisters Ravi Shankar sieht sehr hübsch aus, ja. Aber viel wichtiger als ihr Aussehen und ihre Abstammung ist ihre unglaubliche Musikalität, die nicht nur das Publikum, sondern auch die anderen Musiker mitreißt. Schwelgende indische Melodien verknüpft mit Flamenco-Elementen führen auf eine Weltreise der besonderen Art. „TRAVELLER – An evening of raga-flamenco music“ heißt ihre aktuelle Platte und wird unserem CD-Verkäufer Werner Girrbach von Crazy Diamond vor dem Konzert und während der Pause förmlich aus den Händen gerissen!
Das ist verständlich, fahren die Musiker doch einiges an Virtuosität und Spielkunst auf. Da ist beispielsweise Pirashanna Thevarajah, der indische Perkussionist, der trommelt, was das Zeug hält. Da ist die Flamenco-Sängerin Sandra Carrasco, die die ausdrucksvollen spanischen Gesänge mit viel Temperament deklamiert. Insgesamt sitzen sieben Musiker auf der Bühne, doch am hellsten leuchtet Anoushka Shankar. Mit einer ausdauernden Fingerfertigkeit zupft sie die Sitar wie keine andere. Ihre Einflüsse sind vor allem indischer, aber auch spanischer Natur. Publikumsnähe zeigte sie durch eine kleine Autogrammstunde nach dem Auftritt am Festivalstand neben dem Stand des brandneuen india-Magazins, das vom ehemaligen Enjoy-Jazz-Azubi Sherry Kizhukandayil herausgegeben wird. Und wer ist auf dem Cover? Anoushka Shankar, indischer Star der Weltmusik.
