“The Screaming Eagle of Soul” schwang lasziv die Hüften
“I love you!”, rief Charles Bradley uns immer wieder zu, bei jedem Applaus warf er Kusshände ins Publikum. Überbordende Emotionen spürte man beim Auftritt des Soulsängers hauptsächlich. Schaute man in sein ausdrucksvoll blickendes Gesicht, entdeckte man oft auch einige Tränen, zum Beispiel als er über den Tod seines Bruders sang. Charles Bradley hatte es nicht leicht im Leben, das sieht man ihm an. Auch seine Musik drückt alles aus, was ihm bisher widerfahren ist. Jahrelang hat er auf der Strasse leben müssen, das Schicksal spielte ihm übel mit. Doch nun, am Samstag, seinem 63. Geburtstag, erweckte er in Ludwigshafen nicht nur die Seventies wieder zum Leben, sondern bewies auch, was eine echte Soulstimme ausmacht. Nicht umsonst wird er auch “The Screaming Eagle of Soul” genannt! Er schreit seine Gefühle ganz im Stile James Browns’, seines großen Vorbilds, heraus. Natürlich nicht ohne “funky Moves” und ordentliche Hüftschwünge.
