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“This is entertainment”, recht hatte er, denn wer hinter dem Auftritt von “The Unspeakable Chilly Gonzalez accompanied by strings and drums” einen klassischen Konzertabend erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht - oder vielleicht auch positiv überrascht! Der kanadische Pianist, der seit einigen Jahren in Deutschland lebt und sich trotz Jazz-Studiums lange billigen Elektro-Produktionen und seiner Tätigkeit als Rapper verschrieb, kombinierte mit Drummer und Streicherquartett eben jene Vorprojekte als “worst MC ever” mit den Anklängen seines legendären “Solo Piano”-Albums, mit dem er seinen Ruf als ernsthafter Musiker zwischenzeitlich bestätigen konnten. Nun kam er gestern mit seinem “Fuck Luck”-Orchester in die Alte Feuerwache, unterhielt sich gefühlt die Hälfte der Zeit mit und über das Publikum und ließ sich freudig als Komiker feiern, der einige Geschichten über die Politik hinter Dur- und Moll-Akkorden zum Besten gab (major = konservativ, minor = “Minority”) oder das Publikum zum Mitklimpern auf die Bühne holte.
Nach 75 Minuten endete sein Set voller Lacher, Kracher und anzüglicher Witze - musikalisch jedoch blieb nicht viel hängen. Die Streicher langweilten sich als Randfiguren zu Tode und Schlagzeuger Taylor schöpfte seine Möglichkeiten keinesfalls aus. Egal, die Show war toll, das Publikum begeistert. Eine Zugabe reichte mir zumindest völlig.
Viele Grüße
Euer Max

“This is entertainment”, recht hatte er, denn wer hinter dem Auftritt von “The Unspeakable Chilly Gonzalez accompanied by strings and drums” einen klassischen Konzertabend erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht - oder vielleicht auch positiv überrascht! Der kanadische Pianist, der seit einigen Jahren in Deutschland lebt und sich trotz Jazz-Studiums lange billigen Elektro-Produktionen und seiner Tätigkeit als Rapper verschrieb, kombinierte mit Drummer und Streicherquartett eben jene Vorprojekte als “worst MC ever” mit den Anklängen seines legendären “Solo Piano”-Albums, mit dem er seinen Ruf als ernsthafter Musiker zwischenzeitlich bestätigen konnten. Nun kam er gestern mit seinem “Fuck Luck”-Orchester in die Alte Feuerwache, unterhielt sich gefühlt die Hälfte der Zeit mit und über das Publikum und ließ sich freudig als Komiker feiern, der einige Geschichten über die Politik hinter Dur- und Moll-Akkorden zum Besten gab (major = konservativ, minor = “Minority”) oder das Publikum zum Mitklimpern auf die Bühne holte.

Nach 75 Minuten endete sein Set voller Lacher, Kracher und anzüglicher Witze - musikalisch jedoch blieb nicht viel hängen. Die Streicher langweilten sich als Randfiguren zu Tode und Schlagzeuger Taylor schöpfte seine Möglichkeiten keinesfalls aus. Egal, die Show war toll, das Publikum begeistert. Eine Zugabe reichte mir zumindest völlig.

Viele Grüße

Euer Max